Am 3. November 2009 wurden die besten Projekte des dsj-Förderwettbewerbs JETST! – Junges Engagement im Sport von einer 5-köpfigen Fachjury bestehend aus Vertreter/-innen aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Wissenschaft und Forschung, dem Bereich Integration durch Sport und dem organisierten Kinder- und Jugendsport ermittelt und für die Förderung als Modellprojekte JETST! ausgewählt. Angesichts der vielen guten und besonders sozial starken Projektkonzepten von den insgesamt 85 eingereichten Bewerbungen war die Auswahl der Projekte für die Jury keine leichte Aufgabe.
Acht Projektträger haben dabei die Jury mit ihren zielstrebigen und gut durchdachten Konzepten überzeugt.
Die Zielgruppen der ausgewählten Modellprojekte sind unter anderem junge Migranten/innen, bildungsbenachteiligte sowie schwer vermittelbare und verhaltensauffällige Jugendliche, Heranwachsende aus einkommensschwachen Familien sowie junge Menschen mit geistiger Behinderung. Mit für die Zielgruppe gerechten und modifizierten Qualifizierungskonzepten, zeit- und jugendgerechten Aktivitätsformen, verschiedenen Möglichkeiten zur Partizipation und Selbstverwaltung, Multiplikatorensystemen und peer-group-Ansätzen möchten die Projektträger vor allem die Zugangsvoraussetzungen und die Einbindung von benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen für ein Engagement im Sport stärken. Ziel ist es, die Modellprojekte JETST! für den Förderzeitraum von zwei Jahren als Best-Practice-Modelle umzusetzen und Handlungsempfehlungen für die Sportpraxis zu generieren.
Der Bayerischer Landessportverband e.V. und der Sportkreis Stuttgart e.V. wollen benachteiligte junge Menschen insbesondere mit zielgruppengerechten und modifizierten Qualifizierungsmaßnahmen und Integrationsmodulen in die Sportvereine und deren Arbeit integrieren.
Die Sportvereine TV 1861 Rottenburg e.V. und TSG Bergedorf von 1860 e.V. sowie die Thüringer Sportjugend wollen die Zielgruppe vor allem über zeit- und jugendgerechte, offene Sportangebote und Möglichkeiten der Selbstverwaltung zum Engagement motivieren.
Ziel der Hamburger Sportjugend ist es, insbesondere schwer vermittelbaren und arbeitslosen Jugendlichen durch eine spezifische Vorqualifikation den Zugang zum Freiwilligen Sozialen Jahr im Sport zu ermöglichen.
Die DITIB – der Dachverband Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. – möchte muslimische junge Frauen zu Übungsleiterinnen und Rettungsschwimmerinnen ausbilden. Damit sollen erstmals zusammen mit einheimischen Übungsleiterinnen „gemischte“ Sport- und Schwimmkurse in Sportvereinen und über die DITIB anbieten und somit die interkulturelle Öffnung und die Vernetzung der Sport- und Migrantenorganisationen vorantreiben.
Ziel von Special Olympics Deutschland e.V. ist es, geistig behinderte junge Sportler/innen erstmals als aktive Helfer und Mitgestalter bei Sportgroßveranstaltungen einzubinden und sie so zum weiterführenden Engagement in den Sportvereinen und –verbänden zu motivieren um so die Wahrnehmung von deren Engagement in der Öffentlichkeit zu stärken.
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