![]() |
Die Dokumentation der Abschlusstagung "Engagement für alle - Wenn die Vision mächtiger wird als die Herausforderung" ist fertiggestellt und digital zusammen mit anderen Materialien auf der Projekthomepage unter www.jetst.de als Download verfügbar. Am 10. und 11. Dezember 2011 fand im Sportcentrum Kamen-Kaiserau die Abschlusskonferenz des Projektes JETST! (Junges Engagement im Sport) statt, das für drei Jahre seit 2009 von der Deutschen Sportjugend durchgeführt und seitens der Bundesregierung im Rahmen der Initiative „ZivilEngagement „Miteinander – füreinander" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird.
Einige zentrale Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Projekt JETST! werden in einer Arbeits- und Entscheidungshilfe zusammengestellt. Diese beinhaltet elf Handlungsempfehlungen, die ein Ergebnis der Evaluation sind, die durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) in Kooperation mit der Führungsakademie des DOSB erstellt wurde. Die Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitung war es, die Umsetzung und Resultate der Modellprojekte zu erfassen und den aktuellen themenbezogenen Forschungsstand zu analysieren, um Erkenntnisse über funktionierende Zugänge für junge Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zum Engagement im Sport zu gewinnen.
Diese Publikation wird voraussichtlich Ende April 2012 ebenfalls als gedruckte Broschüre zur Verfügung stehen und kann dann kostenlos wie diverse andere unterstützende Materialen zur Kinder- und Jugendarbeit im Sport auch über die dsj-Geschäftsstelle oder online unter www.dsj.de/publikationen bestellt werden.
Weitere Informationen unter www.jetst.de
Hier geht es zum Download der Dokumentation
______________________________________________________________________________________
![]() | |
Peter Lautenbach |
Im Jahre 2009 startete die Deutsche Sportjugend das Projekt „JETST! – Junges Engagement im Sport“. Die Deutsche Sportjugend setzte sich mit diesem Projekt, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, gezielt für die Engagementförderung junger Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zum Sport ein, um nicht zuletzt auch zur Gewährleistung von Bildungs- und Chancengerechtigkeit beizutragen. Vor wenigen Tagen wurde die Projektphase mit einer Abschlusspressekonferenz beendet. PETER LAUTENBACH, Ressortleiter Jugendarbeit im Sport in der Deutschen Sportjugend und Gesamtverantwortlicher für das Projekt „JETST! – Junges Engagement im Sport“ zieht im Gespräch mit Hanspeter Detmer Bilanz.
FRAGE: Ist nach knapp zwei Jahren Projektverlauf das Ziel erreicht worden, chancengerechte Zugänge zum Engagement im Sport für Jugendliche und junge Erwachsene unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion oder Kultur zu eröffnen?
PETER LAUTENBACH: Was uns zunächst einmal gelungen ist: Wir haben für 8 Modellprojekte Rahmenbedingungen aufgezeigt, wie auch für Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zum Sport – der Zugang zu unseren Strukturen gelingen kann. Und wir haben es in den Modellprojekten auch geschafft, diese jungen Menschen in unsere Strukturen so zu integrieren, dass sie auch aktiv waren und mitgestaltet haben. Das gelang in der Regel über eine Ausbildung, die sie bei uns gemacht haben. Wir haben z.B. in Zusammenarbeit mit der DITIB (DITIB Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) in Köln ein Projekt mit jungen muslimischen Frauen gemacht, die dann mit unserer Unterstützung zu Übungsleiterinnen und Rettungsschwimmerinnen ausgebildet werden sollten.
Dann haben wir ein Projekt gemacht, in dessen Rahmen junge Leute den Status eines Gruppenhelfers bzw. Gruppenhelferin erworben haben. Sie sollten lernen, wie man eine Gruppe leitet bzw. wie man Gruppenleiter unterstützen kann. Es ist uns damit gelungen Rahmenbedingungen zu schaffen, mit denen man Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen eine entsprechende Teilhabe am Sport ermöglichen kann.
FRAGE: Sie haben die DITIB genannt. Aber es sind auch Institutionen und Organisationen in das Projekt mit einbezogen worden, die sich um Menschen mit anderen Benachteiligungen als etwa einem Migrationshintergrund kümmern.
PETER LAUTENBACH: Eine andere Zielgruppe waren Menschen mit geistiger Behinderung. Da haben wir im Rahmen eines Projekts mit Special Olympics Deutschland zusammengearbeitet. Menschen mit geistiger Behinderung sollten bei größeren Sportveranstaltungen mitarbeiten. Wir waren alle selber überrascht, wie engagiert junge Menschen mit geistiger Behinderung, u.a. im Catering und im gastronomischen Servicebereich, aktiv waren. Sie haben außerdem bei größeren Veranstaltungen im Organisationsteam als Volunteers Aufgaben übernommen. Das war schon eine große bedeutsame Gruppe, die wir mit unseren Maßnahmen erreicht haben.
Eine dritte Gruppe waren junge Leute aus bildungsfernen Schichten. Da haben wir ein Modellprojekt bei der TuS Bergedorf gefördert, wo junge Leute ein Bootshaus umgestaltet haben, das Treffpunkt junger Leute werden soll. Die Initiative ging übrigens von dieser Gruppe aus.
Insgesamt war es ein großes Spektrum, in das unsere Zielgruppen passten.
FRAGE: Die Führungs-Akademie des DOSB hat das durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderte Projekt gemeinsam mit dem Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Wie hilfreich war für Sie als Gesamtverantwortlicher für das Projekt diese Begleitung und Beratung?
PETER LAUTENBACH: Im Kern sollte die in Köln ansässige Führungs-Akademie in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) unsere Projekte evaluieren. Allerdings haben die Führungs-Akademie und das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik ihre Aufgaben auch weiter gesehen. Man hat nicht nur kalt evaluiert, sondern uns auch wissenschaftlich beraten. Wir hatten eine kleine Steuerungsgruppe, in der auch die Vertreter der Führungs-Akademie und des ISS mitgewirkt haben, institutionalisiert. Für unsere Multiplikator/inn/en in den Modellprojekten haben wir Fortbildungsangebote platziert. Und im Rahmen der Evaluation wurden letztlich elf Handlungsempfehlungen formuliert. Bei all diesen Aktivitätaen hat uns die Führungs-Akademie unterstützt. Das war für uns außerordentlich hilfreich.
FRAGE: Was hat sie im Projektverlauf am meisten beeindruckt?
PETER LAUTENBACH: Da kann ich natürlich nur meinen ganz persönlichen Eindruck schildern: Besonders beeindruckt war ich vom Verlauf der Abschlusspressekonferenz. Da hatten wir aus dem Projekt in Bergedorf noch einige Jugendliche dabei, die über das Projekt in Bergedorf und „JETST“ zu einem Engagement gekommen sind. Das hat mich schon berührt, dass da so aktiv mitgestaltet worden ist. Denn das ist eine Rückmeldung, die sehr positiv und beeindruckend ist.
FRAGE: Jetzt muss sich natürlich das, was im Projektverlauf erarbeitet worden ist, in der alltäglichen Praxis der Vereine und Verbände bewähren. Wie sieht die praktische Fortführung aus?
PETER LAUTENBACH: Das Projekt ist in der Tat abgeschlossen, weil es ganz bewusst als Modellprojekt initiiert worden war. Als Bundesorganisation können wir ja nur Impulse setzen. Wir können zwar auch noch bedingt fördernd wirken, wenn es gilt, den Funken, den wir gezündet haben, nun auch weiterzutragen. Aber grundsätzlich ist unsere Hauptaufgabe beendet.
Wir haben Modellprojekte durchgeführt und mit den sog. „Naumburger Thesen zum Engagement“ und mit den Handlungsempfehlungen im Umgang mit Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen Ergebnisse vorgelegt, mit denen unsere Mitgliedsorganisationen und deren Untergliederungen etwas anfangen können. Wir haben eine erste ausführliche Dokumentation einer schon im November 2010 durchgeführten Konferenz vorgelegt. Und wir werden auf der Grundlage der Handlungsempfehlungen noch eine weitere Arbeitshilfe erstellen. Schließlich werden wir auch noch einen ausführlichen Abschlussbericht veröffentlichen, so dass wir auf unserer Ebene am Ende das geleistet haben werden, was wir leisten können.
Im Rahmen unserer Modellprojekte haben wir schon nachgewiesen, dass da noch große Potentiale sind, die genutzt werden können. Da müssen aber auch wir als organisierter Sport uns noch ein Stück bewegen, um für die Menschen, die im Mittelpunkt unserer Arbeit standen, gute Bedingungen zu schaffen. Denn nur, wenn sie sich bei uns wohl fühlen, kommen sie auch gerne zu uns.
Wir werden natürlich große Tagungen und Fachtagungen mit unseren Mitgliedsorganisationen nutzen, die Ergebnisse unserer Arbeit zu kommunizieren. Weitergearbeitet werden muss jetzt allerdings auf den regionalen Ebenen. Und wie schon gesagt: Wenn wir um Rat gefragt werden, sind wir gerne zur Auskunft und Unterstützung bereit.
FRAGE: Geplant sind die Veröffentlichung der Projektergebnisse auf Fachtagungen sowie die Erstellung von Handreichungen und Arbeitshilfen. Wann ist für den alltäglichen Gebrauch damit zu rechnen?
PETER LAUTENBACH: Alle Arbeitsergebnisse werden wir nun zusammenfassen. Wir werden die Handreichungen und Arbeitshilfen auf jeden Fall im ersten Viertel des Jahres 2012 auf den Markt bringen.
[Das Gespräch für die FA führte Hanspeter Detmer, Köln]
Quelle: http://www.fuehrungs-akademie.de/aktuelles/aktuelles-details/article/interview-mit-peter-lautenbach-ressortleiter-jugendarbeit-im-sport-in-der-deutschen-sportjugend-ds.html Zugriff am 10.01.2012
![]() |
Am 10. und 11. Dezember 2011 fand im Sportcentrum Kamen-Kaiserau die Abschlusskonferenz des Projektes JETST! (Junges Engagement im Sport) statt, das seit 2009 von der Deutschen Sportjugend durchgeführt und von der Bundesregierung im Rahmen der Initiative „ZivilEngagement „Miteinander – füreinander“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird.
Dr. Susanne Plück zog als Vertreterin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine positive Bilanz des Projektes JETST! und wies auf die wichtigen Impulse hin, die durch die Erfahrungen in den Modellprojekten für die Praxis gegeben wurden.
„Dies ist einer der letzten großen Meilensteine im Projekt JETST!“ formulierte Peter Lautenbach, Ressortleiter Jugendarbeit im Sport in seinem Grußwort. Er hob die konstruktive und gute Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bei der Umsetzung des Projekts JETST! hervor.
Einen breiten Raum nahm die Darstellung der Ergebnisse der Evaluation des Projektes durch das Institut für Sozialpädagogik und Sozialarbeit sowie die Führungsakademie des DOSB ein, die die wissenschaftliche Begleitung des Projektes durchgeführt haben. Diese mündete in der Vorstellung von elf Handlungsempfehlungen, in denen die Erfahrungen der letzten eineinhalb Jahre aus den acht Modellprojekten zusammengefasst worden sind. Diese Handlungsempfehlungen werden in Form einer Arbeitshilfe ab Frühjahr 2012 u.a. über die dsj zu bestellen sein.
Dr. Klaus Doppler, Experte in Sachen Organisationsentwicklung und Verhaltenstraining gab in seinem Vortrag wichtige Anregungen, wie Veränderungsprozesse in Organisationen in Gang gesetzt werden können. Die Konferenz bot allen Akteurinnen und Akteuren der Jugendarbeit im Sport viel Raum und Möglichkeit, in Dialog zu treten, sich auszutauschen und neue Anregungen zu erfahren.
„Eine wichtige Aufgabe der dsj und ihrer Mitgliedsorganisationen wird nun sein, die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projekt JETST! in die Praxis im organisierten Jugendsport einfließen zu lassen und hierüber eine weitere Öffnung der Strukturen für die jungen Menschen zu erreichen, die erschwerte Zugangsbedingungen haben,“ stellte Grit Sonntag fest, die im dsj-Vorstand für das Projekt JETST! zuständig ist.
Weitere Informationen auch zur bereits erschienen Expertise zum „Stand von Forschung und Praxis zur Förderung des Engagements benachteiligter Jugendlicher und junger Menschen mit Migrationshintergrund in den Strukturen des organisierten Sports“ unter www.jetst.de
Bilder
______________________________________________________________________
![]() |
Vom 10.-11. Dezember 2011 findet im SportCentrum Kamen Kaiserau die Schlusskonferenz im Projekt JETST! - „Engagement für alle – Wenn die Vision mächtiger wird als die Herausforderung” statt.
Die Konferenz ist die Schlussveranstaltung in dem dsj-Projekt „JETST! - Junges Engagement im Sport“, bei der die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt und die aus der Evaluation gewonnenen strategischen Handlungsempfehlungen vorgestellt werden. Welche Rahmenbedingungen für eine zielgruppengerechte Engagementförderung in den Organisationen des Sports notwendig sind und wie diese mit dem Praxisalltag der Vereine und Verbände vereinbar sind, wird im gemeinsamen Dialog der teilnehmenden Verantwortlichen und Akteure aus der Kinder- und Jugendarbeit im Sport diskutiert. Wertvolle Anregungen und Impulse werden hierzu die Verantwortlichen der Modellprojekte sowie der renommierte Wirtschaftsexperte und Organisationsberater Klaus Doppler in seinem Impulsreferat „Changemanagement in Organisationen“ geben.
„Bei der Förderung des Engagements von anderen müssen wir immer auch den Blick auf uns selbst richten“, unterstreicht Grit Sonntag, Vorstandsmitglied der dsj. „Potenziale stecken in jedem Menschen – wir müssen nur die richtigen Wege und Zugänge wählen“.
Zielgruppe der Konferenz sind ehrenamtliche und hauptberufliche Vertreter/-innen aus den Mitgliedsorganisationen von DOSB/ dsj und deren Untergliederungen sowie aus den Sportvereinen und deren Kooperationspartner. Weitere interessierte Akteure aus der Jugend- und Migrationsarbeit und junge Engagierte sind ebenfalls herzlich eingeladen.
Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben, die Anmeldung ist bis zum 29. November 2011 möglich. Die Anmeldeunterlagen und das detaillierte Programm stehen unter www.jetst.de zur Verfügung.
Das dsj-Projekt JETST! wird im Rahmen der Initiative der Bundesregierung ZivilEngagement „Miteinander – füreinander“ durchgeführt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.
Zur Einladung gelangen Sie hier: Einladung und Anmeldung
______________________________________________________________________
Ministerin Kristina Schröder spricht im Interview über die wichtige Funktion der Sportvereine als zentrale und unentbehrliche Orte der Integration.
Die EU-Regionalkonferenz „Mitmachen, mitentscheiden – Migrantinnen in den Sport!“, die der DOSB am 2. November 2011 gemeinsam mit der Deutschen Sportjugend ausrichtet, wird maßgeblich vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt. Die Bundesministerin, Kristina Schröder, betont dass sich die Sportvereine bei dem Versuch, Migrantinnen für den Sport zu begeistern, von Hürden nicht abschrecken lassen sollen.
Frau Ministerin, Familie, Senioren, Frauen und Jugend – in Ihrem Aufgabenbereich findet sich der gesamte Breitensport wieder, denn diese gesellschaftlichen Gruppen spiegeln sich in den 27 Millionen Mitgliedern der mehr als 91.000 deutschen Sportvereine wieder und bilden dort die überwiegende Mehrheit. Wo liegen die gemeinsamen Interessen des Sports und ihrer Politik?
Der Sport ist nicht nur für unsere Gesundheit wichtig, sondern genauso für unsere Gesellschaft. Der Sport verbindet Menschen und fördert das Miteinander. Der Staat kann auf dieses Miteinander – also auf einen wichtigen Teil des Zusammenhalts unserer Gesellschaft – nicht verzichten. Ob auf dem Fußballfeld oder beim Aerobic-Kurs – beim Sport hält man zusammen, trainiert für dasselbe Ziel und baut sich gegenseitig auf, wenn es mal nicht so gut klappt. In diesen Momenten ist es egal, ob man jung oder alt ist, Frau oder Mann, welche Staatsangehörigkeit man besitzt und welche politische oder religiöse Überzeugung man hat.
Das haben wir ja zum Beispiel bei den zwei Fußballweltmeisterschaften der Frauen und der Männer in Deutschland erlebt: Für ein paar Wochen waren die Deutschen sich beeindruckend einig in einem Ziel, nämlich Weltmeister zu werden. Alle haben zusammen gelitten und gejubelt. Was Weltmeisterschaften für das ganze Land sind, sind Sportvereine in der Stadt oder Gemeinde: zentrale und unentbehrliche Orte der Integration und der gesellschaftlichen Teilhabe.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert eine EU-Regionalkonferenz, die fragt, wie sich mehr Migrantinnen für Sport begeistern lassen und will damit gleichzeitig sprachliche, kulturelle oder religiöse Hürden überwinden. Wie sehen Sie das? Wie können Sie Sportvereine bei dieser Aufgabe unterstützen?
Ich finde es wichtig, dass wir gezielt auch Migrantinnen für den Sport begeistern. Natürlich stoßen wir hier teilweise auch auf kulturelle, sprachliche oder religiöse Hürden, aber das sollte uns nicht daran hindern, um mehr Migrantinnen im Sport zu werben und entsprechende Projekte der Sportvereine auch finanziell zu unterstützen.
Der Sport bohrt bei seinem Versuch, Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund in die Vereine zu holen, ein dickes Brett, das ist nicht einfach. Was sagen denn Ihre Fachleute – wo stehen die größten Hindernisse für die Integration von Migrantinnen?
In den Herkunftsländern vieler Migrantinnen ist es oft keine Selbstverständlichkeit, dass Mädchen und Frauen alle möglichen Sportarten ausüben können – zum Beispiel Schwimmen oder Fußball. Diese Mädchen und Frauen müssen – auch und gerade wenn sie in Deutschland leben - bei ihren Familien häufig harte Überzeugungsarbeit leisten, um sportlich aktiv werden zu dürfen. Wir wollen ausdrücklich mehr Sportler mit Migrationshintergrund in den Vereinen, die im besten Fall nicht nur sportlich aktiv sind, sondern sich auch im Verein engagieren und Aufgaben wahrnehmen. Es ist wie überall im Leben: Vorbilder prägen! Schauen Sie sich Mesut Özil oder Lira Bajramaj an! Erfolgreichen Sportlern wie ihnen wollen doch viele Kinder und Jugendliche nacheifern.
In der Integrationsarbeit ist die Einbindung der Mütter ein wesentlicher Faktor für den schulischen Erfolg von Kindern mit Migrationshintergrund. Wie können wir hierfür noch mehr Menschen mit Migrationshintergrund begeistern und gewinnen?
Um die Mütter und auch Väter von Kindern mit Migrationshintergrund zu erreichen, müssen wir auf die Eltern aktiv zugehen und sie soweit wie möglich auch in Veranstaltungen oder Projekte einbeziehen. Die Schule ist hier die erste Anlaufstelle. Auch der Austausch und die Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen sind wichtig. Und natürlich sollten wir nicht zuletzt bei den Sportvereine ansetzen: Auch hier ist es hilfreich, die Eltern der Kinder einzubinden, sie selbst von den Angeboten zu überzeugen und sie daran teilhaben zu lassen.
Welche Wünsche und Erwartungen haben Sie an diese Tagung?
Ich finde es wichtig, dass wir auf dieser Tagung ein deutliches Signal setzen insbesondere an die Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund mit der klaren Botschaft: Wir brauchen Euch! Wir brauchen die Migrantinnen im Sport für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Und wir wollen auch darüber hinaus Migrantinnen für freiwilliges Engagement gewinnen. Wir haben in Deutschland 23 Millionen Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich engagieren. Untersuchungen zeigen, dass es vor allem Frauen und Migrantinnen sind, die beim freiwilligen Engagement im Sport noch unterrepräsentiert sind. Die Engagierten sind ein Quell neuer Ideen, denn aus dem Engagement Einzelner entstehen oft sozial innovative Ansätze zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Wenn wir hier noch mehr Migrantinnen erreichen könnten, wäre das ein Riesengewinn für uns alle.
Die Mainzer Tagung hat einen europäischen Bezug: 2011 ist das „Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit zur Förderung der aktiven Bürgerschaft“. Auch beim Ehrenamt gibt es eine große Nähe zwischen dem Verantwortungsbereich Ihres Hauses und dem organisierten Sport – beide Bereiche könnten ohne freiwillige Helfer nicht existieren, allein im Sport engagieren sich etwa 8,8 Millionen Menschen. Was macht dieses bürgerschaftliche Engagement so kostbar und wichtig?
In Europa sind 23 Prozent der EU-Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich tätig. Deutschlandweit engagiert sich sogar durchschnittlich jeder Dritte in der einen oder anderen Form. Dies zeigt die hohe gesellschaftliche Relevanz der Freiwilligentätigkeit auf nationaler und auf europäischer Ebene. Gerade der Sportbereich wird in hohem Maße von Freiwilligen und ehrenamtlich Tätigen getragen und lebendig gehalten. Ohne dieses Engagement würde es viele Angebote gar nicht geben. Die Freiwilligen im Sport haben deshalb unsere besondere Anerkennung und Wertschätzung verdient, denn sie machen das Leben vieler Menschen schöner und reicher.
Das gilt besonders für junge Menschen, für die der Sport und das Miteinander von hoher Bedeutung sind. Die sportliche Jugendverbandsarbeit ist deshalb für die Bundesregierung ein wichtiger Förderbereich der Kinder- und Jugendarbeit. Bewegung, Sport und das gemeinsame Spiel sind unbedingte Voraussetzungen für ein gelungenes Aufwachsen junger Menschen. In der sportlichen Betätigung werden nicht nur sportliche und motorische Kompetenzen erlernt, sondern auch soziale Kompetenzen wie Fair Play, Toleranz und Zivilcourage vermittelt. Und natürlich ist der Sport auch für Erwachsene wichtig, weil er einen Ausgleich zum Berufsalltag darstellt und damit nicht nur zum seelischen Wohlbefinden, sondern auch zur körperlichen Gesundheit beiträgt.
In Mainz geht es nun besonders um die Frage, wie wir Migrantinnen für Sport und damit auch für das dortige Ehrenamt gewinnen können. Welche Erfahrungen haben Sie hier auf anderen Handlungsfeldern gemacht und gibt es bereits konkrete Maßnahmen, die Ihr Ministerium fördert?
Das Bundesfamilienministerium fördert zum Beispiel Migrantenjugendselbstorganisationen und Jugendmigrationsdienste. Im Sportbereich unterstützten wir ein Projekt der Deutschen Sportjugend mit dem Titel „JETST! – Junges Engagement im Sport“. Hier sollen speziell Menschen mit Migrationshintergrund für Engagement begeistert werden. Das Projekt hat schon tolle Ergebnisse hervorgebracht: Beispielsweise schult der DITIB-Fachverband „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion“ muslimische Mädchen und Frauen zu Schwimmleiterinnen. Das Motto heißt: „Mach mit – bleib fit – misch mit.“ Solche Projekte sind Gold wert, deshalb wünsche ich mir, dass die Mainzer Tagung auch dazu beiträgt, noch viele solcher Projekte anzustoßen.
Quelle: DOSB (Zugriff am 04.11.2011, http://www.dosb.de/de/sportentwicklung/sportentwicklungs-news/detail/news/familienministerin_schroeder_im_interview/)
________________________________________________________________________
![]() | |
www.sportcentrum-kamenkaiserau.de |
Im Rahmen ihres bundesweiten Modellprojektes „JETST! – Junges Engagement im Sport“ wird die Deutsche Sportjugend am 10.-11. Dezember 2011 die Projektabschlussfachtagung im SportCentrum Kamen Kaiserau (bei Dortmund) durchführen. Die Fachtagung steht unter dem Motto: „Innovative Ansätze und Ideen zur Inklusion und Teilhabe im Sport – neue Zielgruppen im und durch Engagement gewinnen und stärken“.
Zielgruppe:
Die Abschlussfachtagung richtet sich an ehrenamtliche und hauptberufliche Vertreter/-innen aus der Kinder- und Jugendarbeit im organisierten Sport, Vertreter/-innen aus der Politik, der Kinder- und Jugendhilfe sowie an junge Engagierte und insgesamt an alle interessierte Akteure, die für ihre weitere Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen neue Impulse und Anregungen zur zielgruppengerechten Engagementförderung erhalten möchten.
Inhalte:
Auf der Fachtagung werden die wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem dsj-Projekt JETST! und der projektbegleitenden Evaluation vorgestellt sowie die Praxiserfahrungen aus den acht bundesweiten Modellprojekten dargestellt und diskutiert. Hierbei sollen vor allem die Erfolgsfaktoren aber auch die Hürden für die Umsetzung von Maßnahmen für die Inklusion und Förderung von neuen und bislang schwer erreichbaren Zielgruppen im und durch ein Engagement im Sport benannt werden.
JETST! ist ein Projekt der Deutschen Sportjugend und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen der Initiative „ZivilEngagement Miteinander – Füreinander“ gefördert.
Die Deutsche Sportjugend wird zum Abschluss des Projektes JETST! alle relevanten Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Modellprojekt JETST! in Form einer Arbeitshilfe zusammenfassen und diese den Mitgliedsorganisationen, den Vereins-/Verbandsvertretern und Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit im Sport als Handlungsempfehlungen zur Unterstützung ihrer weiteren Arbeit zur Verfügung stellen.
_____________________________________________________________________________
![]() |
Freiwillig. Etwas bewegen! - Tag der Freiwilligentätigkeit in NRW
Die Förderung freiwilligen Engagements ist präsenter und wichtiger denn je. Europa hat das „Jahr der Freiwilligentätigkeit“ ausgerufen, das nationale Motto dazu lautet: „Freiwillig. Etwas bewegen!“ und die dsj hat das Jahr 2011 unter das Thema „Junges Engagement im Sport“ gestellt. Im Sport engagiert sich bereits eine enorme Vielzahl besonders junger Menschen, mehr als 2.000 sind es allein im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Sport. Sie lernen, sie begeistern, sie geben Erfahrungen weiter.
Mit dem am 1. Juli 2011 in Kraft getretenen Bundesfreiwilligendienst eröffnet sich neben dem seit 10 Jahren fest verankerten FSJ im Sport ein weiteres breites Aktionsfeld für freiwilliges Engagement im Sport.
Der „Tag der Freiwilligentätigkeit“ widmet sich dem Thema in all seiner Vielschichtigkeit. Veranstaltet wird dieser Tag von der dsj in Kooperation mit der Sportjugend NRW. Er findet am Freitag, den 23. September 2011 im Kongresszentrum in Oberhausen statt. Im Rahmen des Festaktes werden Josef Hecken, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Ingo Weiss, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend, mit weiteren Vertretern aus Politik, Sport und Wissenschaft aktuelle Entwicklungen zum Engagement junger Menschen aufzeigen, Chancen ausloten und Perspektiven diskutieren. Die Freiwilligen im Sport selbst tragen aktiv zur Gestaltung bei: Neben Projektpräsentationen aus dem FSJ, sind sie verantwortlich für den ‚Markt der Möglichkeiten’, der eine Plattform für Informationen und Vernetzung bietet. Informationsforen und Workshops zu Engagementmöglichkeiten und Weiterentwicklungen, Freiwilligendiensten und Anerkennungskultur im Sport uvm. offerieren zudem den zu erwartenden 400 Freiwilligen Raum zum Lernen, Diskutieren und Gedanken- und Erfahrungsaustausch.
Angesprochen sind Freiwillige, Verbände und Sportvereine. Sportverbands- und Sportvereinsvertreter/-innen erhalten Basisinformationen zu Rahmenbedingungen und Umsetzungsprozedere zu den verschiedenen Freiwilligendiensten. Für vertiefende Diskussionen stehen auch hierfür Workshops zur Verfügung.
Für ausführliche Informationen stehen Ihnen in der dsj Verena Zschippang; Tel.: (069 ) 6700-272, Email: zschippang(at)dsj.de und in der Sportjugend NRW Sarah Fuchs, Telefon: (0203) 7381-845, Email: Sarah.Fuchs(at)lsb-nrw.de zur Verfügung.
Die Programmübersicht und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.sportjugend-nrw.de
____________________________________________________________________________
Der Sport ist in Deutschland der größte Bereich aktiver Beteiligung. Jeder zehnte Ehrenamtliche engagiert sich in einem Sportverein. Jedoch zeichnen sich auch hier Erosionstendenzen ab: Zwischen 2004 und 2009 ging die Anzahl der Aktiven gegen den allgemeinen Trend um rund ein Prozent zurück, was einen Verlust von ungefähr 650.000 Personen bedeutet. Das berichtete Sebastian Braun von der Humboldt Universität Berlin im Expertengespräch der gemeinsamen Sitzung des Sportausschusses und des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement am 25.05.2011. Als kritisch bezeichnete Braun die Lage bei den Vorstands- und Leitungsfunktionen. (< Ausgabe 92 - Juli 2009) Während die Zahl der Organmitglieder sinke, steige die Arbeitsbelastung. Gleichzeitig seien ein steigender Altersdurchschnitt und ein rückläufiges Engagement von Frauen zu verzeichnen, so Braun. Den Daten liegt die sportbezogene Sonderauswertung der Freiwilligensurveys 1999-2009 zugrunde, die im Buchhandel erhältlich ist. Das Protokoll der vergangenen (14.) Sitzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement zum Thema Monetarisierungstendenzen im Ehrenamt ist nun online veröffentlicht.
(Aus Nachritendienst "Aktive Bürgerschaft" vom 31.05.2011)
Weitere Informationen unter:
___________________________________________________________________________
AGJ-DJHT |
Die dsj als größter deutscher Träger der Kinder- und Jugendhilfe wird sich im Rahmen ihres aktuellen Themenjahres „Junges Engagement im Sport“ auf dem 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) präsentieren und dort unter anderem ihr bundesweites Projekt „JETST!-Junges Engagement im Sport“ öffentlich vorstellen. Ziel von JETST! ist es, zielgruppengerechte Zugänge zum Engagement im Sport zu schaffen und insbesondere junge Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen passgenaue Angebote und Teilhabe zu ermöglichen.
Innerhalb der Projektpräsentation werden erste Zwischenergebnisse vorgestellt und vor allem die Erfolgsfaktoren aber auch die Hürden bei der Umsetzung des Projektes benannt werden. Die Projektpräsentation findet in Kooperation mit dem Modellprojekt der Thüringer Sportjugend „Chancen für Julia(n) – Jugendliche in Aktion“ im Rahmen des Fachkongresses am 8. Juni 2011 von 11:30 bis 12:15 Uhr im Raum C 10.4 statt.
Zudem präsentiert sich die dsj mit ihren Projekten und Arbeitsprogrammen mit einem eigenen Stand auf der größten Fachmesse zur Kinder- und Jugendarbeit (Nummer 381).
„Der 14. Jugendhilfetag bietet mit seinen zahlreichen Workshops, Fachvorträgen und Messeständen zum Thema ´Kinder. Jugend. Zukunft: Perspektiven entwickeln – Potenziale fördern!´ spannende Angebote, erprobtes und fundiertes Wissen aus der Praxis und Forschung, die den verschiedenen Akteuren in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen neue Ideen und Anregungen eröffnen können. Deshalb möchten wir unsere Mitgliedsorganisationen und Vertreter/-innen aus den Sportvereinen und –verbänden gezielt dazu aufrufen, dieses vielfältige Angebot zu nutzen. Wir freuen uns über Ihren Besuch und sind gespannt auf den fachlichen Austausch“, so Grit Sonntag, Vorstandsmitglied der dsj, verantwortlich für das Profil „Erfahrungsraum für Engagierte“.
Weitere Infos zu dem Projekt JETST!, das Teil der Initiative ZivilEngagement „Miteinander – füreinander“ ist und vom BMFSFJ gefördert wird, finden Sie unter www.jetst.de und zum 14. DJHT unter www.jugendhilfetag.de.
_________________________________________________________________________________
Sport ist mit Abstand der gesellschaftliche Bereich in Deutschland, in dem sich die meisten Menschen ehrenamtlich engagieren.
Rund 8,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind in ihrer Freizeit für den Sport "auf den Beinen". Höchste Zeit, dass der Unterausschuss "Bürgerschaftliches Engagement" des Deutschen Bundestages in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Sportausschuss am Mittwoch den 25. Mai sich mit den Spezifika des Ehrenamts im Sport auseinandersetzte, zumal sich im Verlauf des Expertengesprächs viel Aufklärungsbedarf offenbarte.
Zunächst schilderte Prof. Sebastian Braun von der Humboldt-Universität in Berlin die jüngsten Entwicklungen, die aus den Freiwilligensurveys herausgelesen werden können. Dabei zeigte er auf, dass das Ehrenamt im Sport zahlreichen Herausforderungen gegenübersteht. Dazu gehören die demografische Entwicklung, Veränderungen beim Engagement von Frauen und nicht zuletzt die Engagementdauer. "Der lebenslange Vereinsvorsitzende wird immer seltener", fasste Braun zusammen. Er forderte die Vereine auf, sich stärker einem bewusstes Personalmanagement zuzuwenden, um den existierenden Erosionstendenzen entgegenzuwirken.
DOSB-Direktorin Karin Fehres (Sportentwicklung) hob die Bedeutung von Anerkennungskultur für das Ehrenamt hervor. "Anerkennung und Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement sind ein hohes Gut", sagte sie. "Wenn man mit den Ausgezeichneten bei den Sternen des Sports spricht, dann haben nach der Ehrung durch den Bundespräsidenten oder die Bundeskanzlerin nicht wenige Freudentränen in den Augen." Von der Politik wünschte sich Karin Fehres mehr Unterstützung bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Ehrenamt.
Am konkreten Beispiel "JETST – Junges Engagement im Sport", das von Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird, machte Ingo Weiss, der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, deutlich, wie die Potenziale insbesondere von jungen Menschen mit erschwerten Zugangsbedingen für das Engagement im Sport gewonnen werden können.
In der anschließenden Frage- und Diskussion wurde über Möglichkeiten gesprochen, das Ehrenamt im Sport zu stärken. Dabei wurde auch deutlich, dass es völlig unterschiedliche Wahrnehmungen über die gesellschaftspolitischen Wirkungen des Sports auf Seiten der Abgeordneten gibt. Prof. Braun, Ingo Weiss und Karin Fehres konnten dabei wertvolle Aufklärungsarbeit leisten.
So wies Braun darauf hin, dass trotz guter und erfolgreicher Projekte und Programme im Sport, die Hauptfunktion der Vereine nicht vergessen werden sollte. Zweck und Ziel eines Sportvereins sei es, für seine Mitglieder qualifizierte und sozial verträgliche Sportangebote zu organisieren.
Darüber hinaus können Vereine eine Vielzahl, auch gesellschaftlich wichtiger Aufgaben übernehmen, dies sei aber genau wie das Ehrenamt keine Selbstverständlichkeit. Die Experten warnten an dieser Stelle eindringlich davor, die Vereine mit zu vielen Erwartungen und Forderungen zu überlasten und statt dessen die Zugangshürden zum Ehrenamt durch gesetzliche Flankierung abzubauen.
(DOSB-Presse: http://www.dosb.de/de/sportentwicklung/sportentwicklungs-news/detail/news/wertvolle_aufklaerungsarbeit_im_bundestag/)
_______________________________________________________________________
![]() |
Der Vorstand der Deutschen Sportjugend (dsj) hat in seiner Sitzung am 8./9. April 2011 in Münster die Naumburger Thesen als Diskussionspapier der dsj verabschiedet.
Mit den zehn Thesen zur Förderung des Engagements von jungen Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zum Sport setzt die dsj das Signal, dass umfassende und passgenaue Engagementförderung zivilgesellschaftliche Kräfte mobilisiert und einen Mehrwert für alle Beteiligten darstellen kann. Sie möchte mit dem Diskussionspapier verstärkt Öffentlichkeit herstellen und insbesondere bei den Verantwortlichen in den Vereinen und Verbänden für das Thema sensibilisieren und das Problembewusstsein für die spezifischen Lebensbedingungen der Zielgruppe schärfen. Zugleich sollen die Thesen Perspektiven aufzeigen, wie wertvolle Ressourcen und Potenziale in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport besser genutzt werden können.
Die Naumburger Thesen wurden von der dsj im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 verabschiedet und reihen sich thematisch in die dsj-Jahresthemen „Soziale Integration“ 2010 und „Junges Engagement im Sport“ 2011 ein.
Die dsj als größter deutscher Träger der Kinder- und Jugendhilfe wird sich im Rahmen ihres aktuellen Themenjahres „Junges Engagement im Sport“ auf dem 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) präsentieren und dort u.a. auch die Naumburger Thesen im Rahmen von JETST! öffentlich vorstellen. Die Projektpräsentation „JETST! – Junges Engagement im Sport“ findet in Kooperation mit dem Modellprojekt der Thüringer Sportjugend „Chancen für Julia(n) – Jugendliche in Aktion“ im Rahmen des Fachkongresses am 8. Juni 2011 von 11:30 bis 12:15 Uhr im Raum C 10.4 statt. Zudem präsentiert sich die dsj mit ihren Projekten und Arbeitsprogrammen mit einem eigenen Stand (Nummer 381) auf der größten Fachmesse zur Kinder- und Jugendarbeit.
„Der 14. Jugendhilfetag bietet mit seinen zahlreichen Workshops, Fachvorträgen und Messeständen zum Thema ´Kinder. Jugend. Zukunft: Perspektiven entwickeln – Potenziale fördern!´ spannende Angebote, erprobtes und fundiertes Wissen aus der Praxis und Forschung, die den verschiedenen Akteuren in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen neue Ideen und Anregungen eröffnen können. Deshalb möchten wir unsere Mitgliedsorganisationen und Vertreter/-innen aus den Sportvereinen und –verbänden gezielt dazu aufrufen, dieses vielfältige Angebot zu nutzen. Wir freuen uns über Ihren Besuch und sind gespannt auf den fachlichen Austausch“, so Grit Sonntag, Vorstandsmitglied der dsj, verantwortlich für das Profil „Erfahrungsraum für Engagierte“.
zum Download der Naumburger Thesen
________________________________________________________________________________
![]() | |
JETST! Projektverantwortliche |
Am 31. März und 01. April 2011 trafen sich in Frankfurt am Main die Verantwortlichen der JETST!-Projekte zu einem intensiven Erfahrungsaustausch. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen der Modellprojekte, Stand und Planungen der begleitenden Evaluation sowie Perspektiven und die nächsten Arbeitsschritte besprochen. Geplant wird u.a. ein Dankeschön-Event für die Jugendlichen in den Modellprojekten als Anerkennung für ihr Engagement und ihren Einsatz im Rahmen von JETST! und zur Förderung des Kennenlernens und Austausches der verschiedenen Projekt- Zielgruppen untereinander.
„Das Projekt JETST! hat mit Blick auf das Europäische Jahr für Freiwilligentätigkeit 2011 und für das diesjährige dsj-Themenjahr „Junges Engagement im Sport" eine zentrale Schlüsselstellung", erläutert Grit Sonntag als zuständiges Vorstandsmitglied. „Insbesondere die Handlungsempfehlungen zur Engagementförderung von jungen Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen, die wir durch die wissenschaftliche Begleitung eruieren möchte, werden für zukünftige Entwicklung von Strukturen und Programmen eine wichtige Rolle spielen. Die zentralen Erkenntnisse über die Gelingens- und Stolperfaktoren bei der zielgruppengerechten Förderung werden wir im Rahmen der Abschlussfachtagung JETST! am 09. bis 11. Dezember 2011 öffentlich vorstellen".
Erste Ergebnisse sind bereits in der Dokumentation der Konferenz „JETST! erst recht! – Junges Engagement im Sport – für alle?!" und der Expertise zum „Stand von Forschung und Praxis zur Förderung des Engagements benachteiligter Jugendlicher und junger Menschen mit Migrations-hintergrund in den Strukturen des organisierten Sports" veröffentlicht. Die Expertise und Tagungsdokumentation stehen kostenfrei als Download auf der Projekthomepage unter www.jetst.de zu Verfügung und können zudem bei der Deutschen Sportjugend bestellt werden (Tagungsdokumentation ab Mai 2011).
Das dsj-Projekt JETST! wird durch die Mitglieder der AG Junges Engagement begleitet und ist Teil der Initiative ZivilEngagement „Miteinander – füreinander" und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.
Weitere Informationen zum Projekt JETST! finden Sie unter www.jetst.de
______________________________________________________________________________
![]() | |
Tagungsdokumentation Konferenz JETST! |
Die Tagungsdokumentation zur dsj-Konferenz „JETST! erst recht! – Junges Engagement im Sport – für alle?!", die vom 13. bis 14. November 2010 in Naumburg an der Saale im Rahmen des bundesweiten Projektes JETST! stattfand, wurde jetzt von der Deutschen Sportjugend veröffentlicht.
Als Fazit der Konferenz konnte festgehalten werden, dass die Kinder- und Jugendarbeit im Sport großes Potenzial für eine zielgruppengerechte Engagementförderung und die soziale Integration neuer Zielgruppen hat und von den Vereinen und Verbänden bereits auch mit beispielhaften Projekten und Maßnahmen umgesetzt wird. Mit differenziertem Blick auf die Inklusion und Förderung junger Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zum Sport werden bislang jedoch wertvolle Ressourcen und Potenziale noch nicht vollends ausgeschöpft und genutzt. Im Mittelpunkt stehen hier vor allem der Ausbau organisationsübergreifender Netzwerkarbeit zur Bündelung fachspezifischer Kompetenzen und Ressourcen sowie die verstärkte Einbindung und Mitgestaltung von Multiplikator/-innen aus der Zielgruppe selbst. Gerade im Hinblick auf den Betreuungsmehraufwand bei jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf ist ein ressourcenorientiertes Arbeiten unter dem Netzwerkleitgedanken ein Schlüsselelement zur bedarfsgerechten und passgenauen Engagementförderung.
Neben der bereits veröffentlichten Expertise im Projekt JETST! bietet die umfassende Dokumentation der Konferenz einen weiteren Orientierungsrahmen zur zielgruppengerechten Engagementförderung im Sport. Sie gibt den Leserinnen und Leser nicht nur einen guten Überblick über die Konferenzinhalte und Ergebnisse, sondern beinhaltet zudem einen aktuellen Stand der JETST!-Modellprojekte sowie einen Bericht der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation über erste Erkenntnisse im Projekt JETST! – Junges Engagement im Sport. Die wichtigsten Erkenntnisse wurden als Diskussionspapier in Form der zehn „Naumburger Thesen" festgehalten und werden unter anderem in die weitere Arbeit und wissenschaftlichen Projektbegleitung von JETST! einfließen.
Die Dokumentation steht kostenfrei unter www.jetst.de zum Download zur Verfügung. Dort finden Sie auch weitere Informationen zu den Modellprojekten und zum Projekt JETST! der Deutschen Sportjugend, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.
Unter folgendem Link kann die Tagungsdokumentation heruntergeladen werden:
____________________________________________________________________________
![]() | |
Konferenz "JETST! erst recht" |
„Dass sich junge Menschen in unseren Strukturen engagieren, stellt einen Mehrwert für alle dar. Für die Engagierten bedeutet es sich auszuprobieren, zu bilden und sich weiter zu entwickeln sowie anerkannter Teil unserer Gesellschaft zu sein. Für die Organisationen bedeutet es, soziale Verantwortung zu zeigen und junge Menschen für sich zu gewinnen, für unsere Gesellschaft bedeutet es eine Steigerung des Gemeinwohls.“ Dieses Fazit zog Grit Sonntag, Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend bei der bundesweiten Konferenz „JETST! erst recht! – Junges Engagement im Sport – für alle?!“, die am 13. und 14. November 2010 in Naumburg an der Saale stattfand. „Daher sollte weder die Herkunft, noch das Alter oder Geschlecht ein ausgrenzender oder benachteiligender Faktor sein, um Zugang zum Engagement und damit Teilhabe an der Gesellschaft zu erhalten. Es ist unsere Aufgabe, dafür den passenden Rahmen zu bieten“, sagte Sonntag weiter. Das Thema, neue Zielgruppen für ein Engagement im organisierten Sport zu gewinnen, sei immens wichtig und aus den Strukturen des Sports nicht mehr wegzudenken.
Engagementförderung für neue und bislang schwer erreichte Zielgruppen zu stärken, hierfür Perspektiven und Potenziale in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport aufzuzeigen und neue Impulse zu setzen, sowie die Verantwortlichen in den Sportorganisationen für das Thema zu motivieren, war das Ziel der Veranstaltung. Der Rahmen für den intensiven fachlichen Austausch untereinander und die Gespräche mit den Vertreter/-innen relevanter Institutionen und Organisationen wurden von den insgesamt 63 Teilnehmer/-innen der Konferenz als sehr anregend und effektiv bewertet. Neben verschiedenen Workshops, Vorstellungen der JETST!-Modellprojekte und der Präsentation erster Ergebnisse der projektbegleitenden Evaluation fand eine Podiumsdiskussion mit Dr. Sascha A. Luetkens (Deutsche Sporthochschule Köln, „EQual Net Beratung“), Johanna Bontzol (Deutsche Jugend in Europa) und Erik Flügge (Sinus Sociovision) statt. Die drei Expert/-innen berichteten von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen in Bezug auf die jeweilige Zielgruppe und nahmen in einem Praxischeck die bisherigen Ansätze und Strategien der Sportorganisationen mit Blick von außen genauer unter die Lupe.
Weitere Informationen zu den Modellprojekten und zum Projekt JETST! der dsj, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, unter: www.jetst.de
________________________________________________________________________
![]() | |
Einladung / Ausschreibung Konfrenz JETST! |
Am 13./14. November 2010 wird in Naumburg a. S. die Konferenz "JETST! erst recht! - Junges Engagement im Sport - für alle!?" stattfinden.
Die Anmeldung zur bundesweiten Konferenz der Deutschen Sportjugend im Rahmen ihres Projektes JETST! – Junges Engagement im Sport ist noch bis zum 27. Oktober 2010 möglich!
Die Konferenz richtet sich an Multiplikator/-innen und Funktions-träger/-innen in der Kinder- und Jugendarbeit aus den Mitgliedsorganisationen der dsj und deren Untergliederungen, an die Verantwortlichen der JETST!-Modellprojekte, an politische Vertreter/-innen sowie an alle Interessierten, die mit der Zielgruppe "junge Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zum Engagement im Sport" arbeiten oder in Zukunft noch stärker arbeiten wollen und neue Impulse für die eigene Arbeit erfahren möchten.
Ziel der Konferenz ist, den Nutzen, Chancen und die Bedeutsamkeit der Förderung des Engagements von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus allen sozialen Schichten und ethnischen Gruppierungen herauszustellen.
Besonders interessant ist die Konferenz für die Sportvereine und Jugendorganisationen im Sport, die junge Menschen für ein Engagement gewinnen möchten und neue Impulse insbesondere für die Aktivierung neuer Zielgruppen und die Netzwerkstärkung im Engagementbereich des Sports erhalten wollen. Neben den neuesten Erkenntnissen aus der Forschung und der projektbegleitenden Evaluation stellen die JETST!-Modellprojekte, thematische workshops, eine Podiumsdiskussion sowie der Markt der Möglichkeiten neue Ansätze zur Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements vor und zeigen die Perspektiven und Potenziale der Jugendarbeit im Sport auf. Die Konferenz bietet allen Interessierten die Gelegenheit, sich zur Zielgruppenförderung im und durch ein Engagement im Sport zu informieren, neue Anregungen für die eigene Arbeit zu erhalten und den fachlichen Austausch untereinander zu fördern.
Die Teilnahme ist kostenfrei (und inklusive der Übernachtungs- und Verpflegungskosten). Das Programm inklusive des Anmeldeformular finden Sie hier, oder klicken Sie auf das Bild. Anmeldefrist ist der 27.10.2010.
Über Ihre Teilnahme an der Konferenz würden wir uns sehr freuen und sind gespannt auf den fachlichen Austausch und Ihre Anregungen zum Thema „Stärkung von jungem Engagement im Sport und Förderung von jungen Menschen, die bislang keinen oder nur erschwert Zugang zum Engagement finden konnten.
______________________________________________________________________________
![]() | |
Expertise JETST! |
Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung von „JETST! - Junges Engagement im Sport“, ein Projekt der Deutschen Sportjugend (dsj) zur Förderung von jungen Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zum Engagement im Sport wurde jetzt vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) in Kooperation mit der dsj und der Führungsakademie des DOSB eine erste Expertise veröffentlicht. Die Expertise zum „Stand von Forschung und Praxis zur Förderung des Engagements benachteiligter Jugendlicher und junger Menschen mit Migrationshintergrund in den Strukturen des organisierten Sports“ verfolgt das Ziel, aktuelle Entwicklungen aufzuzeigen, die fachliche und strategische Bedeutung der Engagementförderung im Sport zu reflektieren und erste Erfolgsfaktoren für die Implementierung von Förderungsmaßnahmen im organisierten Sport aufzuzeigen. Dazu hat die wissenschaftliche Begleitung den sozial- und sportwissenschaftlichen Diskurs zum Thema aufbereitet und bestehende Projekte aus der Sportpraxis gesichtet.
„Barrieren abbauen, Bindung ermöglichen, individuelle Strategien entwickeln“ – das sind einige der Empfehlungen, die das wissenschaftliche Projektteam gibt. Die Expertise ist der erste Baustein der wissenschaftlichen Projektbegleitung von JETST! und als erster Impuls und Unterstützung für die JETST!-Modellprojekte und Projektverantwortlichen, aber auch für die Akteure der Jugendarbeit im Sport gedacht.
Die Expertise kann ab sofort als Broschüre über die dsj, ISS und Führungsakademie bezogen werden. Zudem steht sie auf den Webseiten der Organisationen kostenlos zum Download zur Verfügung.
Die Ergebnisse werden der Fachöffentlichkeit und allen Interessierten auf der Konferenz „JETST! erst recht! – Junges Engagement im Sport – für alle?!“ am 13./14.11.2010 in Naumburg a.S. vorgestellt.
Die JETST!-Konferenz widmet sich zielgruppenspezifischen Fragestellungen. Kernfragen sind z.B. wie zielgruppengerechte Ansprache und Angebotsgestaltung für ein Engagement im Sport gelingen kann, welche Kompetenzen und Rahmenbedingungen dafür in den Vereinen und Verbänden notwendig sind, wie Netzwerkarbeit gestaltet werden muss, um zum Erfolg zu führen und wie Maßnahmen in den eigenen Strukturen erfolgreich eingeführt werden können. „Wir freuen uns auf eine interessante und spannende Konferenz und sind neugierig auf den Erfahrungsaustausch und Diskussionen der Verantwortlichen aus der Kinder- und Jugendarbeit im Sport aus dem gesamten Bundesgebiet“ sagt Grit Sonntag, die innerhalb des dsj-Vorstands für das Projekt verantwortlich ist.
Die Konferenz richtet sich an Multiplikator/-innen und Funktionsträger/-innen in der Kinder- und Jugendarbeit aus den Mitgliedsorganisationen der dsj und deren Untergliederungen, an die Verantwortlichen der JETST!-Modellprojekte, an poltische Vertreter/-innen sowie an alle Interessierten, die mit der Zielgruppe junge Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zum Engagement im Sport arbeiten oder in Zukunft noch stärker arbeiten wollen und neue Impulse für die eigene Arbeit erfahren möchten. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei.
JETST! wird im Rahmen der Initiative ZivilEngagement Miteinander – Füreinander vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
__________________________________________________________________________
Die seit 2003 bestehenden Datenbanken der Deutschen Sportjugend (dsj) www.jugendprojekte-im-sport.de und www.soziale-projekte-im-jugendsport.de sind kürzlich mit der Möglichkeit zur Formatierung der Projektbeschreibungen aktualisiert worden. Darüber hinaus besteht nun auch die Möglichkeit, bereits eingetragene Projekte bearbeiten zu können.
Ziel der dsj-Datenbanken ist es, vorbildliche Projekte in der Jugendarbeit bundesweit zu veröffentlichen und diese Interessierten zugänglich zu machen, um dadurch wiederum den Austausch zu fördern und die Informationen und Erfahrungen auch als Impulse für die eigene Arbeit nutzen zu können.
In den Datenbanken kann gezielt, z.B. nach Themenbereich und/oder Zielgruppe unter den bestehenden Projekten gesucht, und gerne auch ein neues Projekt eingetragen werden.
Unter anderem sind in den Datenbanken auch die 8 Modellprojekte des dsj-Projektes JETST!- Junges Engagement im Sport vertreten, die Ihre Schwerpunktarbeit auf die Förderung des Engagements junger Menschen in besonderen Lebenslagen legen und für zwei Jahre mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jungend unterstützt und wissenschaftlich begleitet werden.
Nähere Informationen unter:
www.jugendprojekte-im-sport.de I www.soziale-projekte-im-jugendsprot.de
_______________________________________________________________________
25/08 2010:Auf der neuen Website dreht sich alles rund um das bürgerschaftliche Engagement. Hier sind zahlreiche Projekte, aktuelle Nachrichten, Fachinformationen und Veranstaltungen hinterlegt. Die Plattform bietet gleichzeitig die Gelegenheit, andere engagierte Menschen, Organisationen und Unternehmen mit ähnlichen Interessen anzutreffen und sich untereinander auszutauschen, sowie in moderierten Themenräumen mitzudiskutieren.
Auf www.engagiert-in-deutschland.de können Projekte vorgestellt, Texte und Bilder zur Veranschaulichung der eigenen Arbeit eingestellt und auch andere Projekten aktiv mitgestaltet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, Themenräume einzurichten und hierzu andere Engagierte einzuladen.
So entsteht gemeinsam mit engagierten Menschen, gemeinnützigen Organisationen, Unternehmen und öffentlichen Institutionen eine „virtuelle Bibliothek“, die das Wissen und die Inhalte von vielen Partnern aus der Welt des bürgerschaftlichen Engagements bereit stellt.
Auch die dsj ist mit dem Projekt JETST! – Junges Engagement im Sport und den einzelnen 8 Modellprojekten in einem eigenen „Themenraum“ bereits vertreten.
Weitere Informationen unter:
www.engagiert-in-deutschland.de
__________________________________________________________________________
22/04 2010:![]() | |
JETST!-Team |
JETST! (Junges Engagement im Sport), das durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderte Leitprojekt der dsj nimmt Fahrt auf.
Am 14. und 15. April 2010 trafen sich in Frankfurt am Main die Verantwortlichen der acht ausgewählten Projekte zu einem intensiven Erfahrungsaustausch.
Dabei wurde auch ein Überblick über die Zielsetzungen und Aktivitäten der dsj zum Jahresthema 2010 „Soziale Integration“ gegeben und die wichtige Rolle verdeutlicht, die die Aktivitäten und Erkenntnisse aus den Modellprojekten für das diesjährige Themenjahr spielen werden. Darüber hinaus wurde der Ausbau der Datenbank www.jugendprojekte-im-sport.de thematisiert. In dieser Datenbank sind auch die JETST!-Modellprojekte eingetragen, um interessierten Multiplikator/ -innnen in der Jugendarbeit im Sport die Möglichkeit zu bieten, sich intensiv mit diesen Modellprojekten auseinander zu setzen.
Begleitet wurde das 1. Netzwerktreffen durch das Institut für Sozialpädagogik und Sozialarbeit (ISS), welches in Kooperation mit der DOSB Führungsakademie die wissenschaftliche Begleitung des Projektes JETST! und dessen Evaluation übernommen hat. Das ISS informierte nicht nur über den aktuellen Stand der Evaluation, sondern gab auch Impulse zum Projektmanagement sowie zur Präzisierung der von JETST! angesteuerten Zielgruppen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens machten zum Schluss deutlich, wie wichtig der Erfahrungsaustausch untereinander ist.
Begleitet wird das Projekt JETST! durch die AG Soziale Talente, die sich mit grundsätzlichen Fragen des Engagements in den Strukturen des Kinder- und Jugendsports befasst. Deren Mitglied Behzad Borhani formulierte anlässlich des 1. Netzwerktreffens die Bereitschaft der AG Mitglieder, in Dialog mit den Verantwortlichen der Modellprojekte zu treten, um sich über die im jeweiligen Bereich gemachten Erfahrungen auszutauschen.
Grit Sonntag, im dsj-Vorstand für das Projekt JETST! verantwortlich, zog eine positive Bilanz des 1. JETST!-Netzwerktreffens und machte den Verantwortlichen der Modellprojekte Mut, sich der herausfordernden Aufgabe zu stellen, junge Menschen aus schwierigen Lebenslagen für ein Engagement im organisierten Kinder- und Jugendsport zu gewinnen.
Das nächste Netzwerktreffen wird im November 2010 mit einem weiteren intensiven Erfahrungsaustausch stattfinden.
Das Projekt JETST! – Junges Engagement im Sport ist Teil der Initiative ZivilEngagement „Miteinander – füreinander“ und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Die Deutsche Sportjugend ist die größte Jugendorganisation in Europa und vertritt die Interessen von 9,5 Millionen Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen.
_________________________________________________________________________
17/02 2010:
![]() | |
Auftaktveranstaltung |
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Deutsche Sportjugend (dsj) unterstützen das freiwillige Engagement von benachteiligten jungen Menschen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.Im Rahmen ihres Projektes „JETST! – Junges Engagement im Sport“ hat die dsj den Förderwettbewerb JETST! ausgeschrieben, an dem sich 85 Vereine und Verbände beteiligt haben.
„Mit dem Projekt JETST! möchten wir uns insbesondere für benachteiligte junge Menschen einsetzen und durch deren gezielten Engagementförderung zur Bildungs- und Chancengerechtigkeit beitragen“, erläuterte Ingo Weiss, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend und zeigte sich sehr erfreut über die hohe Beteiligung und der damit dokumentierten großen Bereitschaft der Vereine und Verbände, für die Förderung benachteiligter Jugendliche etwas zu tun. „Zusammen mit den Modellprojekten und der wissenschaftlichen Begleitung durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. (ISS) in Kooperation mit der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes e.V. möchten wir Handlungsempfehlungen für die Sportpraxis generieren und das Potenzial des Engagements im Jugendsport weiter ausbauen“, so Ingo Weiss in seiner Bewertung des erfolgreichen Projektstarts.
Die besten Projekte zur Engagementstärkung benachteiligter Zielgruppen wurden am 3. November 2009 von einer 5-köpfigen Fachjury bestehend aus Vertreter/-innen aus dem BMFSFJ, der Wissenschaft und Forschung, dem Bereich Integration durch Sport und dem organisierten Kinder- und Jugendsport ermittelt und zur Förderung und Umsetzung als Modellprojekte ausgewählt. Acht Projektträger haben dabei die Jury mit ihren zielstrebigen und gut durchdachten Konzepten überzeugt:
Der Bayerischer Landessportverband e.V. und der Sportkreis Stuttgart e.V. wollen benachteiligte junge Menschen insbesondere mit zielgruppengerechten und modifizierten Qualifizierungsmaßnahmen und Integrationsmodulen in die Sportvereine und deren Arbeit integrieren. Die Sportvereine TV 1861 Rottenburg e.V. und TSG Bergedorf von 1860 e.V. sowie die Thüringer Sportjugend wollen die Zielgruppe vor allem über zeit- und jugendgerechte, offene Sportangebote und Möglichkeiten der Selbstverwaltung zum Engagement motivieren. Ziel der Hamburger Sportjugend ist es, insbesondere schwer vermittelbaren und arbeitslosen Jugendlichen durch eine spezifische Vorqualifikation den Zugang zum Freiwilligen Sozialen Jahr im Sport zu ermöglichen. Die DITIB – der Dachverband Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. – möchte muslimische junge Frauen zu Übungsleiterinnen und Rettungsschwimmerinnen ausbilden. Damit sollen erstmals zusammen mit einheimischen Übungsleiterinnen „gemischte“ Sport- und Schwimmkurse in Sportvereinen und über die DITIB anbieten und somit die interkulturelle Öffnung und die Vernetzung der Sport- und Migrantenorganisationen vorantreiben. Ziel von Special Olympics Deutschland e.V. ist es, geistig behinderte junge Sportler/innen erstmals als aktive Helfer und Mitgestalter bei Sportgroßveranstaltungen einzubinden und sie so zum weiterführenden Engagement in den Sportvereinen und –verbänden zu motivieren um so die Wahrnehmung von deren Engagement in der Öffentlichkeit zu stärken.
In der Auftaktveranstaltung, die für die beteiligten Akteure am 04. Februar 2010 in Frankfurt am Main stattfand, wurden die ausgewählten Projektträger durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Deutsche Sportjugend offiziell begrüßt und gemeinsam der Startschuss für die Umsetzung der Modellprojekte gegeben.
Die Veranstaltung, die dem ersten Kennenlernen und dem Austausch untereinander sowie dem Festlegen von gemeinsamen Zielen diente, wurde von allen Beteiligten als ein sehr gelungener und vor allem richtungweisender Auftakt empfunden. „Wir freuen uns, unsere Ideen jetzt in die Tat umsetzen zu können und sind gespannt auf die Ergebnisse, die wir im Projekt und mit der Unterstützung der Deutschen Sportjugend sowie der angeschlossenen wissenschaftlichen Begleitung erzielen“, berichtet Norbert Vollmer vom TV Rottenburg. „Das Auftakttreffen hat uns in unserem Konzept bestärkt und wir gehen mit klaren Zielen vor Augen an die Umsetzung unseres Projektes“, ergänzt Anne Michaelsen von der Hamburger Sportjugend.
Monika Reinhard, Vertreterin des BMFSFJ, gratuliert den Projektträgern: „Sie haben die Jury mit Ihren tollen Ideen und Konzepten überzeugt. Bereits die Einreichung von so vielen guten Ideen im Förderwettbewerb verdeutlicht das bereits bestehende hohe Engagement im Jugendsport. Es zeigt einmal mehr, dass Sport ein Generalschlüssel für die Integration benachteiligter junger Menschen ist. Daher freuen wir uns, Sportvereine und Organisationen in ihrem Engagement unterstützen zu können.“
Die Modellprojekte werden in einer bundesweiten Datenbank veröffentlicht, die Ergebnisse auf einer Fachtagung im Dezember 2011 vorgestellt.
Das Projekt JETST! – Junges Engagement im Sport ist Teil der Initiative ZivilEngagement „Miteinander – füreinander“ und wird vom Bundesjugendministerium gefördert.
Die Deutsche Sportjugend ist die größte Jugendorganisation in Europa und vertritt die Interessen von 9,5 Millionen Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen.
__________________________________________________________________________
| |
Verfasste den zweiten Sportentwicklungsbericht: Prof. Dr. Christoph Breuer (Quelle: dosb.de) |
Im zweiten Sportentwicklungsbericht wird der Integration von Migranten im Sport wachsende Bedeutung für das Gemeinwohl zugemessen. Die aktuelle „Analyse zur Situation der Sportvereine in Deutschland“ wurde vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft, dem Deutschen Olympischen Sportbund und den Landessportbünden in Auftrag gegeben. Die Sportwissenschaftler um Prof. Dr. Christoph Breuer konnten für die Studie auf Daten von 13.000 Onlinebefragungen von Vereinen zurückgreifen. Die aktuelle „Analyse zur Situation der Sportvereine in Deutschland“ wurde vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft, dem Deutschen Olympischen Sportbund und den Landessportbünden in Auftrag gegeben. Die Sportwissenschaftler um Prof. Dr. Christoph Breuer konnten für die Studie auf Daten von 13.000 Onlinebefragungen von Vereinen zurückgreifen.
| |
Ursula von der Leyen |
Bundesfamilienministerium fördert freiwilliges Engagement im Jugendsport mit 900.000 Euro
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Deutsche Sportjugend (dsj) unterstützen Jugendliche mit Migrationshintergrund und benachteiligte junge Menschen, die sich ehrenamtlich im Sport engagieren. Bis zum 15. September 2009 können sich Sportvereine und -verbände sowie Migrantenorganisationen um den dsj-Förderwettbewerb JETST bewerben. Gesucht werden pfiffige neue Ideen, die benachteiligte junge Menschen für ein freiwilliges Engagement im Sport begeistern. Die besten Einfälle werden als Best-Practice-Modelle in die Tat umgesetzt und in einer bundesweiten Datenbank veröffentlicht. Die einzelnen Projekte werden zwei Jahre lang mit bis zu 60.000 Euro unterstützt. „JETST! – Junges Engagement im Sport“, ein Projekt der Deutschen Sportjugend, ist Teil der Initiative ZivilEngagement „Miteinander – füreinander“ und wird mit 900.000 Euro vom Bundesjugendministerium gefördert.
Der dsj-Förderwettbewerb JETST! ist am 01. Juli 2009 gestartet.
Interessierte Sportvereine, DOSB-/dsj-Mitgliedsorganisationen, deren Untergliederungen sowie Migranten(selbst-)organisationen können sich ab sofort online über das Bewerbungsformular bewerben. Gesucht werden innovative und vielfältige Projekt -vorschläge zur Engagementförderung von benachteiligten jungen Menschen im Sport, die als Best-Practice-Modelle für den Förderzeitraum von zwei Jahren umgesetzt, ausgewertet und veröffentlicht werden.
Der dsj-Förderwettbewerb JETST! wird von der Deutschen Sportjugend im Rahmen ihres neuen Projektes JETST! - Junges Engagement im Sport, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), ausgeschrieben. „Ziel des Projektes ist es, zukünftig noch stärker tragende Strukturen und geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um junge Menschen aus allen Schichten zu erreichen und nachhaltig zielgruppenspezifische Zugänge zum Engagement im Kinder- und Jugendsport zu eröffnen“, verdeutlicht Grit Sonntag, zuständiges dsj-Vorstandsmitglied.
Bewerbungsschluss für den dsj-Förderwettbewerb JETST! ist der 15. September 2009. Die dsj fördert die Modellprojekte mit Mitteln in Höhe bis zu 60.000,- Euro pro Projekt und steht darüber hinaus bei der Projektumsetzung beratend und unterstützend zur Seite.
Weiterführende Informationen zum dsj-Förderwettbewerb JETST! finden Sie hier.
| |
Prof. Dr. Sebastian Braun |
23 Millionen der über 14-Jährigen Personen in Deutschland gehen einem freiwilligen bürgerschaftlichen Engagement nach. Das sind rund 36 Prozent der Bevölkerung. Der organisierte Sport ist das Hauptfeld ehrenamtlicher Tätigkeit. Prof. Dr. Sebastian Braun, Leiter des Forschungszentrums für Bürgerschaftliches Engagement an der Humboldt-Universität zu Berlin, spricht im Interview über die Bedeutung, den Wandel und die Zukunft des Ehrenamtes.
weiter...
Zu Beginn des Jahres 2009 ist das neue Projekt der Deutschen Sportjugend (dsj) JETST! – Junges Engagement im Sport, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gestartet. Eingebettet in den Kontext der Initiative ZivilEngagement „Miteinander – füreinander“ des BMFSFJ ist es Ziel des Projektes, benachteiligte junge Menschen für ein Engagement im Sport zu begeistern sowie Zugänge zu bestehenden aber auch neuen Engagementformen für bislang eher unterrepräsentierte Zielgruppe zu eröffnen und auszubauen.
Während der dreijährigen Modellphase wird die Deutsche Sportjugend ein Informations- und Serviceportal inklusive einer Projektdatenbank mit bestehenden Projekten einrichten und darüber hinaus einen Förderwettbewerb zur Initiierung neuer Projekte für benachteiligte junge Menschen starten. Ziel ist es, die durch JETST! erzielten Erkenntnisse über funktionierende neue Zugänge zu Engagement nachhaltig zu institutionalisieren, wissenschaftlich zu begleiten und zu veröffentlichen.
Nähere Informationen zu JETST! gibt es bei der Deutschen Sportjugend von Kristin Anlauf, Tel. 069 -6700-281, E-Mail: anlauf(at)dsj.de und Kathrin Rehberg, Tel. 069-6700-269, E-Mail: rehberg(at)dsj.de.